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Pankreas:
sek. basale/postprandiale Hyperinsulinämie infolge
Inuslinresistenz
Ovar: sek. FOHA/PFO III°, Anovulation
Hypophyse: sek. LH/FSH (oft » 1.5)
Haut: sek. androgenisierende Symptomatik
Endometrium: Oligo-Amenorrhoe
Fortpflanzung: Infertilität
Onkologie: relative Hyperöstrogenämie:
Malignomrisiko (Endometrium/Mamma)?
Metabolismus: Dyslipidämie
(Hypertriglyceridämie, Hypo-HDL-ämie)Psyche: psychsomatische Verhaltensmuster,
Depressionen, Identifikationsstörungen
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Ätiologie |
wahrscheinlich oligogenetisch-familiärer
Ursache in Kombination mit ungünstigem Lebensstil
(Fehlernährung; körperliche Inaktivität) und
psychosomatischer Komponente |
| - Anamanese Eigenanamnese |
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Befunde |
BMI > 30 kg/m² WHR
> 0.85
AZ > 100 cm
Mäßige kutane androgenisierende
Symptomatik (Hirsutismus I° - II°).
Sonstige sekundäre Geschlechtsmerkmale
normal.
Z.Z. kein Kinderwunsch.
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Ultraschall |
Uterus : Längsachse 75 mm; Endometrium 5.5 mm
Gesamtbreite; Ovar: re. Ovar 39
mm PFO III°: li Ovar 41 mm PFO III°
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Laboranalytik: Haupt-Suchindices in
Kapitel "Laboranalytik":
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Beispiel:
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Stufe I
- PRL:N TSH:N fT4:N LH LH/FSH Quotient toT
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Stufe II
Tag 1
- LH/FSH E2 mäßig angehoben
, P leicht engehoben
- T
frT (sehr stark) SHBG ¯ (deutlich)
- basale und
oGTT-stimulierte Glukose: N
- basales und
oGTT-stimuliertes Insulin
- ACTH-Test: basales und
stimuliertes 17-OH-Progesteron: N
- Lipidelektrophorese: TG HDL¯
LDL/HDL
Tag 2
- post-DXM-TEST:
- T mäßig reduziert, aber
noch erhöht
- 17-0H-Progesteron
deutlich, aber nicht vollständig
suppremiert
- F fast vollständig
suppremiert
- (Ausschluß einer
adrenalen Komponente; Beweis, daß die
Pat. DXM eingnommen hat und eine
vollständige Suppression der
NNR-Funktion erfolgt ist)
Tag 3
- post DXM/GnRHA-Test:
- 17-OH-Progesteron wieder
deutlich, auch toT angestiegen (GnRHA hat
über die Freisetzung des endogenen LH
die ovarielle Enzymachse in Richtung
einer C19-Steroid-Synthese
stark angeregt)
- F nahezu vollständig
suppremiert (der Anstieg des
17-0H-Progesteron ist rein ovariell, da
ja die adrenale Seite nahezu vollständig
ausgeschaltet ist)
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Synopsis/DD |
Die Adipositas hat bereits in der Kindheit
begonnen. Auch die Familie ist mit Adipositas und
Diabetes belastet. Es muß daher eine hereditäre Einfluß
für die "early onset" Adipositas angenommen
werden. Allerdings werden der ungünstige Lebensstil (sitzende
Tätigkeit, Fernsehen > 2h/d, körperliche
Inaktivität) mit Fehlernährung |
- Zunahme des
Fettanteils in der Nahrung

- Veränderung der
Erwerbsstruktur

- Kindliche Adipositas
in Abhängigkeit vom familiären Umfeld

- Eßstörungen

- Adipositas-Ursachen:
Übersicht

- Adipositassyndrom
der Frau: eine lebenslange Erkrankung

- Adipositassyndrom
der Frau: Assoziation mit FOHA und
Metabolischem Syndrom

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und psychosomatische Fehlsteuerungen mit
depressive-obsessive Verhaltensmuster einen zusätzlich negativen Einfluß auf die
Energiebilanz ausüben Die wohl mit der Adipositas
einsetzende Hyperinsulinämie und
eine frühzeitige Anhebung des LH/FSH-Quotienten
(Aromatisierung im Fettgewebe: s.Yen-Theorie) werden
eine der Hauptursachen für die Entwicklung eines PFO
III0 ,
das sich wahrscheinlich mit der Menarche
manifestiert und sich durch Oligomenorrhoe und androgenisierende
Symptomatik ausgedrückt hat. Typisch in
diesem Zusammenhang ist, daß der LH/FSH-Quotient nicht
so stark angehoben ist, wie bei den schlanken Patientinn
(s.die beiden letzten Beispiele) und daß die Akne nicht
so deutlich ausgebildet ist. Möglicherweise hebt der bei
Adipösen verstärkte relative Hyperöstrogenismus
 Androgeneffekte
auf; die chronische Öströgenanhebung bei
Progesteronmangel (Azyklizität, Anovulation) drückt
sich auch durch den signifikanten Endometriumaufbau aus;
die Patientinnen haben daher eine möglicherweise
höheres Risiko für Endometrium- und Mamma-Malignom, [ FOHA/"PCOS"
und Endometrium-Malignom FOHA/"; PCOS"
und Mamma-Malignom]
andererseits ein vermindertes Risiko für
Osteoporose. Das massiv erniedrigte SHBG ist pathognomonisch (Adipositas,
Hyperinsulinämie, Hyperadnrogenämie) und führt zu
einem deutlichen Anstieg des freien Testosterons, womit -
neben dem schon beschriebenen Hyperöstrogensimus - die
systemische Androgenität stark ausgeprägt ist. Das
metabolische Risiko für die Entstehung eines Metabolischen
Syndrom und damit einer Atheroklerose ist
beträchtlich: es liegt ein eindeutig androides
Fettverteilunsmuster vor, und die Abdominale
Zirkumferenz von 103 cm weist auf eine
erhebliche Anreicherung von omentalem, metabolisch
ungünstigem Fettgewebe [ Korrelation:
viszerales Fettgewebe - metabolische Parameter hin; es besteht bereits neben der deutlichen
Hyerpinsulinämie eine gestörte Glucosetoleranz (Stufe
II auf dem Weg zum NIDDM) ; weiterhin liegen schon eindeutige Anzeichen
einer gemischten Dyslipidämie (Anhebing
der Trigylceride, Senkung des HDL und Anhebung der
LLDL/HDL-Quotienten) vor; zu erwähnen ist auch der Nikotinabusus.
Es besteht das vollausgebildete Adipositassyndrom
der Frau . |
| - Therapie - Gewichtsabnahme -
antihyperinsulinämisch/-hyperandrogenämisch ((NOCH
NICHT ALS GESICHERT ZU EMPFEHLEN!)
- Anti-Adiposita
- ovarprotektiv (z.B. für späteren
Kinderwunsch)
- endometriumprotektiv
- Kontrazeption
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Antihyperinulinämika/Antidiabetika
(Ebene A) |
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Wenn
nach erfolgreicher Gewichtsabnahme eine Hyperinsulinämie
bestehen bleibt, oder wenn ein Gewichtsabnahmeversuch
nicht zu einer Normalisierung der Insulinwerte geführt
hat, wäre die therapeutische Senkung der Hyperinsulinämie
indiziert. Dabei handelt es sich um ein duales
Behandlungsprinzip . Es sollte allerdings an dieser Stelle gesagt
werden, daß zu diesem Therapieansatz, so theoretisch
überzeugend er auch sein mag, noch keine Langzeitstudien
vorliegen, aus den klar hervorgeht, daß die Behandlung
der prädiabetischen Hyperinsulinämie, zu günstigen
Langzeiteffekten (Vermeidung des NIDDM, des Metabolischen
Syndroms etc) führt, zumal eine Normalisierung der basalen
Insulinwerte meist nicht ereicht wird. Ebenfalls
kommt es meist nicht zur Normalisierung der
Ovarialfunktion, aber eine Verbesserung der
Androgenität ist belegt. Eine
Langzzeitstudie, in welcher ein gut definierte Gruppe an
Patientinnen beobachtet würde, wäre allerdings sehr
schwer durchzuführen. Dies ist ein Beispiel dafür, daß
die geforderten Kriterien der "evidence based
medicine" unter klinischen Bedingungen nur
eingeschränkt anwendbar sind. |
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Antiadiposita
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Die
bisherigen Erfahrungen mit der und die Indikationen zur
medikamentösen Behandlung der Adipositas sind
eingeschränkt; für die besondere hier besprochene
Patientinnengruppe liegen noch überhaupt keine
speziellen Untersuchungen vor. Bei jüngeren Patientinnen
mit Adipositas II°-III° , die definitionsgemäß ein höhergradiges
Risiko für KHK haben, bei
denen auch eine ausgeprägte sek. FOHA/PFO III° besteht
und eine deutliche Gewichtsabnahme durch diätetische
Maßnahmen nicht erreicht werden kann, mag eine
Indikation bestehen. |
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Zyklische
Therapie mit Östrogen/steroidalen-DHT-R-Blockern |
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- Antiandrogene:Endokrinologika
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- Steroidale
DHT-R-Blocker |
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Nach
Gewichtsabnahme oder unter einer
antihyperinsulinämischen Therapie meist eine
vollständige Normalisierung der hyperandrogenämischen
Ovarialfunktion nicht erreicht wird (FOHA, PFO III°,
Hyper-LH-ämie, Hypo-SHBG-ämie,), ist ein weiteres
Therapieziel, wieder eine Zyklizität (d.h. zyklische
Gestagenphase) aus endometrium- und mamma-protektiven
Gründen [ FOHA/"PCOS" und
Endometrium-Malignom FOHA/"; PCOS"
und Mamma-Malignom]
aufzubauen, wozu ein zyklische
Sexualsteroidtherapie notwendig wäre. Hier müssen aber
entsprechende Kontraindikationen (Adipositas,
Thrombophilie, Hypertonie, Nikotinabusus) in Erwägung gezogen
werden, insbesondere das Nebenwirkungsprofil des
Äthynlyöstradiols (EE); alternativ wäre auch die Gabe
der natürlichen Östrogene (Valerate, Sulfate) sinnvoll,
die aber eine wesentlich geringeren antiandrogene
Summatiosneffekt (Suppression des LHs, Suppression der
ovariellen Androgene; Anhebung des SHBG) als das EE
haben. |
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Nicht-steroidale DHT-R-Blocker |
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Sollte
die Behandlung der androgenetischen Sypmptomatik im
Vordergrund stehen und relative oder absolute
Kontraindukationen gegen eine
Sexualsteroidtherapievorliegen wäre auch alternativ die
Therapie mit Spironolacton sinnvoll. |
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Lipidsenker |
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Auch die Behandlung der Dyslipidämie sollte
ins therapeutische Konzept aus präventiven
Gesichtspunkten mit einbezogen werden. |