Acarabose
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| Chemie |
a
-Glucosidase-Inhibitor; Pseudotetrasaccharid,
in dem ein Maltosebaustein durch einen für die
Hemmwirkung essentiellen Pseudomaltosebaustein ersetzt
ist (s.Diagramm Mitte oben);
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| Generic name |
Acarbose |
| Handelsname |
Glucobay® |
| Firma |
Bayer Vital GmbH Leverkusen |
| Pharmakokinetik |
Resorption der inhibitorisch wirksamen Substanz
1 2 %; Gesamtresorptionsquote
(Summe aus inhibitorisch wirksamer Substanz und
möglichen Abbauprodukten im Darm) im Mittel 35 %;
Eliminations-HWZ der inhibitorisch
wirksamen Substanz:
Verteilungsphase 3,7 h,
Eliminationsphase 9,6 h;
Ausscheidung von Acarbose und der im
Darmlumen gebildeten Metabolite sofern sie in die
systemische Zirkulation gelangen rasch und
praktisch vollständig über die Nieren;
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| Wirkung |
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Molekular |
Acarbose wirkt lokal im Darm durch Hemmung der
intestinalen a -Glucosidasen, Enzyme, die am Abbau von Di-,
Oligo- und Polysacchariden beteiligt sind. Dadurch
dosisabhängige Verzögerung der Verdauung dieser
Kohlenhydrate (s.Diagramm Mitte links und rechts);. |
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Klinisch |
Senkung der postprandialen Blutzuckerwerte
(s.Diagramm rechts unten); Senkung
der Nüchtern-Blutzuckerwerte;
Senkung von HbA1c;
Senkung der postprandialen
Insulinspiegel (s.Diagramm rechts unten);
Besserung erhöhter Triglyceridspiegel
sowie erhöhter Cholesterinwerte und postprandialer
Gerinnungswerte
Gewichtsabnahme (Wolever et al,1997) 
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| Nebenwirkungen |
Blähungen,
Darmgeräusche, Durchfall, Bauchschmerzen; in Einzelfällen bei hohen Dosierungen
asymptomatischer Anstieg der Leberenzyme;
in Einzelfällen
Überempfindlichkeitsreaktionen;
in Einzelfällen Hepatitis und/oder
Gelbsucht
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| Medikamenten- |
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| Interaktionen |
Die Gabe von Acarbose führt zu einer Senkung
der mittleren peak Plasma Konzentrationen von Metformin
(s. Dunn and Peters, 1995)  . |
| Schwangerschaft |
nicht anwenden ! |
| Stillzeit |
nicht anwenden ! |
| Kontraindikationen |
Überempfindlichkeit gegen Acarbose und/oder
andere Bestandteile der Tablette; Kinder
und Jugendliche unter 18 Jahren;
Schwangerschaft und Stillzeit;
chronische Darmerkrankungen, die mit
deutlichen Verdauungs- und Resorptionsstörungen
einhergehen;
Zustände, die sich durch eine
vermehrte Gasbildung im Darm verschlechtern können;
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| Interaktionen
mit anderen Medikamenten |
gleichzeitige
Anwendung von Cholestyramin, Darmadsorbentien und
Verdauungsenzympräparaten vermeiden; |
| Kommentar zur
FOHA/"PCOS": |
In einer
Pilotstudie an 6 übergewichtigen, hyperinsulinämischen
und hyperandrogenämischen Patientinnen konnten
Geisthövel et al (1996)  zeigen, daß
bei einer Langzeittherapie mit Acarbose eine
siginifikante Senkung der postprandialen Glucose- und
Insulinwerte nach 6 Wochen mit einer signifikanten
Reduktion der zirkulierenden Werte von gesamten und
freiem Testosteron nach 20 Wochen verbunden war (s.
Diagramm unten). Die empfohlenen Dosierung betrug 50 mg
zu den 3 Hauptmahlzeiten. Die wesentlichen Nebenwirkungen
waren milde (Blähungsgefühl, leichte Durchfälle;
s.o.). Die Autoren wiesen aber darauf hin, daß es nicht
zu einer Normalisierung der Werte und auch nicht zu einer
Anhebung von SHBG gekommen war. Für alle diese
Behandlungsverfahren gilt, daß eine Aussage über die
präventiven Endpunkte bei der Behandlung der
Hyperinsulinämie (Vermeiden eines NIDDM, des
Metabolischen Syndroms, der Atherosklerose, der KHK)
nicht möglich ist. |

Legende: deGlu: delta (post-oGTT)
Glucose; deIns: delta (post-oGTT) Insulin;
toT: totales Testosteron; frT: freies Testosteron.
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