Velazquez et
al (1994  ) waren die
ersten, die zeigten, daß die Behandlung mit Metformin
bei PCOS-Patientinnen (3x 500mg/d über 8 Wochen) zu
einer Verbesserung der Insulinsensitivität mit Senkung
der zirkulierneden LH- und Androgen-Werte führte. Auch
Nestler et al (1996  ) berichteten,
daß durch Metformin eine signifikante Senkung der
basalen und leuprolid-stimulierten 17-0H-Progesteron- und
Testosteron-Werte erreicht wurde. Allerdings fanden Crave
et al (1995 , ), daß
Metformin gegenüber einer niedrig-kalorischen Diät
keine Vorteile bezüglich der Behandlung von
Hyperinsulinämie und Hyperandrogenämie hatte. Ehrmann
et al (1997  ) fanden keine
Verbesserung der Hyperisnulinämie und der
Hyperandrogenämie bei nicht-diabetischen sog.
"PCOS"-Patientinnen. Auch Acbay und Gundogdu
(1996  ) fanden in
einer Placebo-kontrollierten Studie an 6
hyperinsulinämischen, hyperandrogenämischen und
dyslipidämischen Patientinnen, daß Metformin (2x 850
mg/d, 10 Wochen) keinen Effekt auf Glukose (basal, post
-OGTT), Insulin (basal, post-OGTT), Cholesterol,
Triglyceride, LDL, HDL, totales T, freies T,
Androstendion, DHEAS und LH/FSH-Quotienten hatte. In der
einzigen Langzeit (6 Monate)-Behandnungsstudie
(Morin-Papunen et al, 1997) mit Metformin (500 mg oral
3x/d) an 20 Patientinnen mit "PCOS" zeigte sich
bei 11 Patientinnen eine Verbesserung des
Menstruationsmusters (irregulärer Zyklus®
regulärer Zyklus; Oligomenorrhoe® irregulärer
Zyklus; Amenorrhoe® Oligomenorrhoe); keine signifikanten
Veränderungen fanden sich jedoch bei den zirkulierenden
Werten von LH, gesamt Testosteron, freiem Testosteron,
17-0H-Progesteron und SHBG. |
| Die
klinischen Endpunkte einer solchen Behandlung wären:
Verbesserung der Zyklusqualität,
Rekonstitutionalisierung eines ovulatorischen Zyklus,
Verminderung der kutanen androgenisierenden Symptomatik,
sowie Reduktion des Risikos für NIDDM, Metabolischen Syndrom,
Artherosklerose, KHK, koronaren Herztod, Apoplex, und
Endometrium-Malignom. Eine eindeutige Aussage hierzu ist
höchstens für die Zyklusqualität zu machen. |
| Fazit: Derzeit gibt es noch keine eindeutigen Hinweise,
die belegen, daß die Therapie der mit FOHA/PFO
II°-III°assoziierten Hyperinsulinämie durch die
Behandlung mit Metformin einen Nutzen bringt (van
Montfrans et al, 1998
). Nichtsdestoweniger muß der Weg der
antihyperinsulinämischen Therapie mit Metformin weiter
untersucht werden.
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